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Photovoltaik im Landkreis Potsdam-Mittelmark
Potsdam-Mittelmark zieht sich über rund 2.600 Quadratkilometer, vom Teltowkanal am Berliner Stadtrand bis in den Hohen Fläming. Dazwischen liegen die Villenkolonie von 1906 in Kleinmachnow, die Siedlungshäuser vom Ende der Zwanzigerjahre, die Obstplantagen um Werder und Vierseithöfe neben Feldsteinkirchen. Auf welchem dieser Dächer eine Anlage entstehen soll, entscheidet fast alles Weitere.
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Siedlungshäuser am Teltowkanal
Kleinmachnow ist in Schüben entstanden. Zwischen 1906 und 1910 entstand die Alte Zehlendorfer Villenkolonie; Ende der Zwanziger- und Anfang der Dreißigerjahre folgten die standardisierten Einfamilienhäuser, mit denen Adolf Sommerfeld den Ort nach Westen erschloss, in nahezu industrieller Bauweise gefertigt und bis heute ortsbildprägend. Die Einwohnerzahl stieg von 944 im Jahr 1926 auf 12.565 im Jahr 1939. Teltow wurde durch den 1906 eröffneten Teltowkanal von der Ackerbürgerstadt zur Industriestadt; dort lebten um 1900 etwa 2.900 Menschen, 1939 rund 12.100.
Diese Häuser tragen steile Satteldächer, oft mit Krüppelwalm, häufig in Ton gedeckt, dazu Gauben und Erker. Die nutzbaren Flächen sind klein und zerschnitten, der Dachstuhl ist alt. Was die Sparren noch tragen und ob die Lattung eine zweite Last aufnimmt, gehört geprüft, bevor die Modulzahl feststeht.
Dazu kommt der Zuzug seit den Neunzigerjahren. Stahnsdorf wuchs von rund 5.800 Einwohnern im Jahr 1990 auf über 16.000, also auf fast das Dreifache; in Teltow stieg die Bevölkerung ab Mitte der Neunzigerjahre um etwa 35 Prozent, Borkwalde von gut 1.000 Mitte der Neunzigerjahre auf über 2.200. Die Neubaugebiete dieser Jahre haben einfachere Dächer: durchgehende Satteldächer, Betondachsteine, nachvollziehbare Statik. Dort sind die Fragen schneller geklärt.
- Dachstuhl: Bei Siedlungshäusern aus den Zwanziger- und Dreißigerjahren entscheidet der Sparrenquerschnitt darüber, wie viele Module überhaupt aufs Dach dürfen.
- Eindeckung: Alte Biberschwänze und Falzziegel brechen beim Begehen leicht; Ersatzziegel gehören vor dem Montagetag auf die Baustelle.
- Gauben und Kehlen: Sie zerlegen die Fläche in Teilflächen, das kostet Module und bedeutet mehrere Strings statt einem.
- Schornstein und Bäume: Auf kleinen Grundstücken am Waldrand verschattet der Nachbarbaum oft mehr als die eigene Gaube.
Scheunen, Obsthöfe und Feldstein
Rund um Werder liegt das Obstland: Die Stadt gilt als Zentrum des havelländischen Obstanbaus, angebaut werden vor allem Kirschen, Äpfel und Erdbeeren. Kreisweit entfallen rund 2.700 Hektar auf den Obstbau und 2.000 Hektar auf den Spargel. In Beelitz wird seit 1861 feldmäßig Spargel angebaut, im Jahr 2015 auf rund 1.300 Hektar. Zu solchen Betrieben gehören Hallen für Sortierung, Kühlung und Maschinen, große Dächer mit geringer Neigung.
Solche Dächer sind für Photovoltaik günstig: viel Fläche, wenig Verschattung, ein Betrieb, der tagsüber Strom braucht. Liegt auf der Halle Trapezblech, wird anders befestigt als auf Ziegel, und die Modulzahl hängt an den Pfettenabständen und daran, was die Konstruktion zusätzlich aufnehmen kann.
In der Zauche und im Hohen Fläming prägen Dorfanger, Feldsteinkirchen aus dem 13. Jahrhundert und Vierseithöfe das Bild. Der Hagelberg westlich von Bad Belzig misst 200 Meter und zählt zu den höchsten Erhebungen des Norddeutschen Tieflands. In Glindow bei Werder war die Backsteinproduktion bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts bedeutend; die Ziegel gingen per Kahn in die wachsenden Städte. Das war Mauerwerk, kein Dach. Was oben liegt und was der Dachstuhl darunter trägt, zeigt erst der Blick von innen.
Denkmalschutz, Schutzgebiete, Netzanschluss
Denkmalschutz ist hier kein Randthema. In Teltow steht seit Juni 1997 die komplette Altstadt unter Denkmalschutz. Die Inselstadt von Werder ist ein Flächendenkmal; ihre Silhouette prägen die Heilig-Geist-Kirche und die Bockwindmühle. Die Altstadt von Beelitz ist mit ihrem mittelalterlichen Grundriss ebenfalls Flächendenkmal, in dem einzelne Gebäude als Einzeldenkmale ausgewiesen sind. In Kleinmachnow hat das Denkmalamt des Landes Brandenburg im Januar 2006 die gesamte Straßenanlage im Weinberg-Viertel unter Schutz gestellt. In Bad Belzig stehen im historischen Stadtkern einzelne Bauten als Denkmale, darunter Marienkirche, Rathaus und Reißigerhaus.
Was das praktisch heißt: Steht Ihr Haus in der Denkmalliste oder in einem geschützten Bereich, braucht die Anlage zusätzlich eine denkmalrechtliche Erlaubnis. Zuständig ist die untere Denkmalschutzbehörde des Landkreises. Welche Dachfläche in Frage kommt, entscheidet sie im Einzelfall. Das klärt man vor der Planung, nicht danach.
Fast 45 Prozent der Kreisfläche sind Landschaftsschutzgebiet, und drei Naturparks reichen herein: Hoher Fläming, Nuthe-Nieplitz und Westhavelland. Für eine Anlage auf einem vorhandenen Dach spielt das in der Regel keine Rolle, für Freiflächen sehr wohl. Angemeldet wird die Anlage beim zuständigen Verteilnetzbetreiber; welcher das ist, steht auf Ihrer Stromrechnung, und dort entscheidet sich auch der Anschlusspunkt.
Wer hier baut
Die SolarX GmbH ist ein Fachbetrieb aus Berlin-Reinickendorf, Wittestraße 3. Wir planen Photovoltaikanlagen und Wärmepumpen und bauen sie mit eigenen Montageteams, in Berlin und in Brandenburg. Zwischen Teltow und Wiesenburg liegen drei verschiedene Baubestände. Deshalb lohnt es sich, beim Dach anzufangen und nicht beim Angebot.
Preise und Fördersätze stehen absichtlich nicht in diesem Text: Sie ändern sich, und eine veraltete Zahl nützt Ihnen nichts. Für Ihre Lage, Ihren Dachaufbau und die Auflagen, die daran hängen, sprechen Sie uns an.

Städte und Gemeinden im Landkreis Potsdam-Mittelmark
- Bad Belzig
- Kreisstadt im Hohen Fläming: Die Altstadt duckt sich unterhalb der Burg Eisenhardt, das Thermalsoleheilbad kam 2009 hinzu, und der Hagelberg westlich davon misst 200 Meter.
- Teltow
- Der Stadtbrand vom 16. Juni 1711 ließ nur den Wilmersdorfschen Hof, das Pfarrhaus und ein Baderhaus stehen; was danach entstand, steht seit Juni 1997 vollständig unter Denkmalschutz.
- Werder (Havel)
- Die Altstadt liegt als Flächendenkmal auf einer Havelinsel, ringsum die Obstplantagen; das Baumblütenfest geht auf die Berliner Ausflüge zur Baumblüte am Ende des 19. Jahrhunderts zurück.
- Kleinmachnow
- Zwischen 1906 und 1910 entstand die Alte Zehlendorfer Villenkolonie, ab Ende der Zwanzigerjahre die standardisierten Siedlungshäuser Adolf Sommerfelds. Von 1926 bis 1939 wuchs der Ort von 944 auf 12.565 Einwohner.
- Stahnsdorf
- Der Südwestkirchhof von 1909 gilt als größter Waldfriedhof Europas; die Dorfkirche aus Feldstein stammt vom Anfang des 13. Jahrhunderts, der Ort wuchs seit 1990 auf fast das Dreifache.
- Beelitz
- Seit 1861 wird hier feldmäßig Spargel angebaut, 2015 auf rund 1.300 Hektar; der mittelalterliche Stadtgrundriss ist Flächendenkmal, Beelitz-Heilstätten bildet einen eigenen Ortsteil.
- Michendorf
- Sechs Ortsteile, 2003 zusammengelegt, zu 43 Prozent Wald: Wilhelmshorst begann als Villenkolonie, Fresdorf und Stücken sind bis heute dörflich geblieben.
- Kloster Lehnin
- Benannt nach dem Zisterzienserkloster von 1180, dessen Backsteinkirche zu den bedeutendsten Bauten der Mark zählt; seit 1911 sitzt hier das Luise-Henrietten-Stift.
- Schwielowsee
- Caputh, Ferch und Geltow schlossen sich 2002 zusammen; Einsteins Sommerhaus steht in Caputh, und seit 2012 ist die Gemeinde anerkannter Erholungsort.
- Nuthetal
- 2003 aus sechs Gemeinden gebildet; in Bergholz-Rehbrücke, dem größten Ortsteil, forscht das Deutsche Institut für Ernährungsforschung, ringsum liegt die Nuthe-Nieplitz-Niederung.
- Groß Kreutz (Havel)
- Acht Ortsteile südlich der Havel, 2003 vereint; das Gutshaus von 1765 gilt als friderizianisches Rokoko, und am Spitzberg bei Krielow glitt Otto Lilienthal 1891 die ersten Meter.
- Treuenbrietzen
- Mittelalterliche Stadtmauer, St. Marien vor 1217 gegründet; der Ortsteil Feldheim versorgt sich vollständig aus erneuerbaren Quellen, und 2018 und 2022 brannten hier große Waldflächen.
- Borkheide
- Hans Grade siedelte sich 1909 im damaligen Bork an und errichtete dort 1910 eine Flugzeugfabrik und Deutschlands erste Flugschule; am 18. Februar 1912 startete von hier die erste deutsche Flugpost nach Brück.
- Borkwalde
- Ab 1912 kauften Berliner hier Waldgrundstücke; die größte zusammenhängende Holzhaussiedlung Deutschlands auf rund 35 Hektar entstand erst in späteren Jahrzehnten, viele Häuser in schwedischer Bauweise.
- Wiesenburg/Mark
- Vierzehn Ortsteile auf gut 220 Quadratkilometern im Hohen Fläming; der ab 1863 angelegte Schlosspark umfasst 123 Hektar und steht als Gartendenkmal unter Schutz.
- Ziesar
- Von 1327 bis etwa 1560 residierten hier die Brandenburger Bischöfe; die Burg beherbergt heute ein Museum, die Stadt war um 1400 mit Wällen, Gräben und vier Toren befestigt.
- Seddiner See
- Kähnsdorf, Neuseddin und Seddin schlossen sich 1993 zusammen; der Große Seddiner See misst rund 218 Hektar, und in Kähnsdorf liegt ein Findlingsgarten mit eiszeitlichen Steinen.
- Brück
- Eingebettet zwischen Zauche und Hohem Fläming, zwischen 1360 und 1374 mit Stadtrecht versehen; die Stadtkirche St. Lambertus von 1776 entstand durch Umbau einer spätgotischen Anlage.
Zum Nachschlagen
Landkreis
Bürgerservice des Landkreises Potsdam-Mittelmark: Bauen und Wohnen(öffnet in neuem Tab)
um über das Leistungsverzeichnis zu Bauantrag, Bauaufsicht und Denkmalschutz des Kreises zu kommen
Denkmalschutz
Denkmalliste Potsdam-Mittelmark beim Landesamt für Denkmalpflege(öffnet in neuem Tab)
um in der amtlichen Liste nachzusehen, ob das eigene Haus als Denkmal geführt wird
Schutzgebiet
Naturpark Hoher Fläming(öffnet in neuem Tab)
um zu sehen, welche Orte im Südwesten des Kreises im Naturpark liegen
Was Sie als Nächstes wissen wollen
Was kostet das bei mir?
In zwei Minuten zur Einschätzung: Dachfläche, Speicher, Wärmepumpe.
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Die zwanzig häufigsten Fragen
Von der Genehmigung über den Netzanschluss bis zur Steuer.


